Befahrbare Schwerlastroste

Befahrbare Gitterroste sicher nach dem tatsächlichen Lastfall planen

Ob ein Gitterrost mit einem Gabelstapler, LKW oder Betriebsfahrzeug befahren werden kann, entscheidet nicht die Bezeichnung allein. Radlast, Lastaufstandsfläche, freie Spannweite, Fahrtrichtung, Auflager und Befestigung müssen als gemeinsames System geprüft werden.

  • Für Gabelstapler, LKW und betriebliche Verkehrsflächen
  • SLW 30 und SLW 60 richtig in den Lastfall einordnen
  • Tragstabprogramm von 30/3 mm bis zu schweren Profilen mit 150/5 mm
Originalaufnahme massiver feuerverzinkter Schwerlastgitterroste mit hohen Tragstäben
Originalaufnahme aus dem rotec Bildbestand mit massiven Tragstäben und kräftiger Randeinfassung
Radlast statt Gesamtgewicht

Maßgebend ist die höchste Last, die tatsächlich über ein einzelnes Rad eingeleitet wird.

Kontaktfläche berücksichtigen

Schmale Rollen, Vollgummireifen und große Luftreifen beanspruchen den Rost unterschiedlich.

Dynamik einplanen

Anfahren, Bremsen, Rangieren und Stoßwirkungen können den statischen Lastfall verändern.

Systemnachweis erforderlich

Auch Zarge, Auflager, Unterkonstruktion und Befestigung müssen die Kräfte sicher aufnehmen.

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Befahrbaren Schwerlastrost in sechs Schritten einordnen

Je vollständiger Fahrzeug und Einbausituation beschrieben werden, desto zuverlässiger kann die erforderliche Rostausführung bestimmt werden.

Planungsschritte anzeigen
01

Fahrzeug bestimmen

Fahrzeugart, Hersteller, Typ, Gesamtgewicht und betriebliche Nutzung angeben.

02

Höchste Radlast nennen

Achslasten, Lastverteilung und bei Staplern auch die maximale Hublast berücksichtigen.

03

Radaufstandsfläche erfassen

Reifenart, Reifenbreite und tatsächliche Kontaktfläche oder Herstellerangaben übermitteln.

04

Fahrbetrieb beschreiben

Gerade Überfahrt, Rangieren, Bremsen, Kurvenfahrt und Nutzungshäufigkeit angeben.

05

Auflager bemaßen

Freie Spannweite, Auflagerbreite, Rahmen, Tragstabrichtung und Unterkonstruktion darstellen.

06

Rostausführung ergänzen

Fertigmaß, Masche, Oberfläche, Rutschhemmung, Befestigung und Stückzahl nennen.

Produkt verstehen

Wann ist ein Gitterrost wirklich befahrbar?

Befahrbare Schwerlastroste werden immer individuell auf Maß gefertigt. Es gibt keine Lager oder Standardgrößen, weil der Rost für den tatsächlichen Lastfall, die freie Spannweite und die vorhandene Auflagerung ausgelegt werden muss.

Ein Gitterrost ist nur dann befahrbar, wenn seine konkrete Ausführung für das vorgesehene Fahrzeug und die vorhandene Einbausituation bemessen wurde. Zwei äußerlich gleich große Roste können wegen unterschiedlicher Tragstabhöhen, Tragstabdicken, Maschenteilungen und Spannweiten vollkommen verschiedene Lasten aufnehmen.

Bei einem Fahrzeug wirkt die Last nicht gleichmäßig auf die gesamte Rostfläche. Sie wird über einzelne Räder und begrenzte Kontaktflächen eingeleitet. Deshalb reichen Angaben wie befahrbar, staplergeeignet oder für LKW geeignet nicht für eine technische Auswahl aus.

Eine zuverlässige Planung betrachtet außerdem den Rahmen, die tragenden Auflager, die Unterkonstruktion und die Sicherung gegen Verschieben und Abheben. Ein leistungsfähiger Schwerlastrost kann eine ungeeignete Auflagerkonstruktion nicht ausgleichen.

Detailaufnahme massiver feuerverzinkter Schwerlastgitterroste mit hohen Tragstäben
Kräftige Tragstäbe, Füllstäbe und Randeinfassung werden passend zum Lastfall ausgelegt
Auswahlhilfe

Fahrzeugangaben richtig bewerten

Die folgenden Begriffe beschreiben eine Anwendung, ersetzen jedoch keine vollständige Lastangabe.

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AngabeWas sie erkennen lässtWas zusätzlich benötigt wird
BefahrbarDie Fläche soll regelmäßig oder gelegentlich überfahren werdenFahrzeug, Radlast, Kontaktfläche und Fahrbetrieb
Gabelstapler geeignetKonzentrierte Radlasten und mögliche HublastStaplerdatenblatt, Achslasten, Bereifung und maximale Hublast
LKW geeignetSchweres Straßen oder BetriebsfahrzeugFahrzeugklasse, Achskonfiguration, höchste Radlast und Fahrspur
Feuerwehrfahrzeug geeignetZufahrt oder Aufstellfläche mit besonderen VorgabenPlanerische Lastannahmen, Fahrzeugdaten und behördliche Anforderungen

Verbindlich ist immer der projektbezogene Nachweis für Rost, Rahmen, Auflagerung, Befestigung und Unterkonstruktion.

Last richtig beschreiben

Radlast, Punktlast und Flächenlast unterscheiden

Die gleiche Lastgröße kann je nach Verteilung zu einer völlig anderen Beanspruchung des Rostes führen.

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LastartKennzeichenTypisches Beispiel
RadlastÜber eine begrenzte Reifen oder Rollenfläche eingeleitetGabelstapler, LKW oder Betriebsfahrzeug
PunktlastKonzentrierte Last auf kleiner AufstandsflächeMaschinenfuß, Stütze oder Stahlrolle
FlächenlastGleichmäßig über eine größere Rostfläche verteiltGelagertes Material oder Nutzlast auf einer Plattform
Dynamische EinwirkungZusätzliche Beanspruchung durch Bewegung und StoßAnfahren, Bremsen, Rangieren oder Überfahren einer Fuge

Bei Fahrzeugen sind die tatsächliche Radlast und die Radaufstandsfläche meist aussagekräftiger als das reine Gesamtgewicht.

Tragwirkung

Tragstabrichtung, Spannweite und Fahrspur gemeinsam darstellen

Die Tragstäbe überspannen den freien Abstand zwischen den tragenden Auflagern. Ihre Lage zur Fahrspur beeinflusst die Lastverteilung.

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PlanungsangabeWarum sie erforderlich ist
Freie SpannweiteBestimmt die tatsächlich zu überbrückende Entfernung zwischen den Auflagern
TragstabrichtungZeigt, welche Stäbe die Fahrzeuglast zu den Auflagern führen
FahrtrichtungOrdnet Radspur und Lastangriff den Tragstäben zu
AuflagerbreiteSichert eine ausreichende Kraftübertragung in Rahmen oder Unterkonstruktion
Rahmen und ZargeMüssen die Rostkräfte ohne unzulässige Verformung aufnehmen
BefestigungVerhindert Verschieben und Abheben durch Fahrzeugbewegungen

Eine Draufsicht mit Tragstabrichtung, Auflagern und Fahrspur verhindert Missverständnisse bereits bei der Anfrage.

Belastungswerte bis 60/3 mm

Pressroste bis Tragstab 60 × 3 mm technisch einordnen

Die Tabelle zeigt ausgewählte maximale statische Einzellasten Fp in kN. Sie gilt für Pressroste mit 33 mm Tragstabteilung und der in der zugrunde gelegten Tabelle definierten hochfesten Stahlqualität.

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Tragstab500 mm Stützweite800 mm Stützweite1.000 mm Stützweite1.200 mm Stützweite
30 × 3 mm10,71 kN6,00 kN4,69 kN3,85 kN
40 × 3 mm18,75 kN10,71 kN8,33 kN6,82 kN
50 × 3 mm30,00 kN16,67 kN12,50 kN10,00 kN
60 × 3 mm37,50 kN21,43 kN18,75 kN15,00 kN

Diese Werte sind eine technische Orientierung und keine Freigabe zum Befahren. Sie dürfen nicht auf andere Stahlqualitäten, Maschenteilungen, rutschhemmend profilierte Tragstäbe oder abweichende Lastangriffsflächen übertragen werden. Für Fahrzeuglasten ist immer der vollständige Lastfall nachzuweisen.

Befahrbare Schwerlastroste

Erforderliche Tragstäbe für ausgewählte Fahrzeuglasten

Die folgenden Orientierungswerte gelten für Pressroste aus S235 JR+N mit einer Standardmaschenteilung von 33,3 × 33,3 mm. Angegeben ist der erforderliche Tragstab bei der jeweiligen lichten Stützweite.

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FahrzeugklasseRaddruck QkLastaufstandsfläche400 mm600 mm800 mm1.000 mm
PKW F210 kN200 × 200 mm30/440/450/460/4
LKW 6 t20 kN200 × 200 mm50/560/570/580/5
LKW 9 t30 kN200 × 260 mm60/480/490/5100/5
LKW 12 t40 kN200 × 300 mm60/580/5100/5120/5
LKW 16 t oder SLW 3050 kN200 × 400 mm60/590/5110/5130/5
SLW 60100 kN200 × 600 mm70/5110/5140/5nicht ausgewiesen

Die LKW Werte beruhen auf Lastannahmen der früheren DIN 1072 und berücksichtigen einen dynamischen Vergrößerungsfaktor von 1,4. Da diese Norm nicht mehr gültig ist, müssen Prüfer, Auftraggeber und Fachplanung die anzuwendende Berechnungsgrundlage bestätigen. Ein fehlender Tabellenwert darf nicht durch eigene Hochrechnung ersetzt werden.

Gabelstapler

Luftreifen und Vollgummiräder führen zu unterschiedlichen Rostausführungen

Vollgummiräder leiten die Radlast konzentrierter ein. Deshalb kann bei gleicher Gesamtlast und Stützweite ein stärkerer Tragstab erforderlich sein.

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Stapler und BereifungRaddruck QkLastaufstandsfläche600 mm800 mm1.000 mm
3,1 t, Luftreifen13 kN200 × 200 mm50/560/570/5
3,1 t, Vollgummi13 kN200 × 200 mm60/570/580/5
4,6 t, Luftreifen20 kN200 × 200 mm60/570/580/5
4,6 t, Vollgummi20 kN200 × 200 mm80/490/5100/5
6,9 t, Luftreifen31,5 kN200 × 200 mm80/590/5110/5
6,9 t, Vollgummi31,5 kN200 × 200 mm100/5110/5130/5

Für luftbereifte Stapler wurde in der zugrunde gelegten Tabelle ein dynamischer Vergrößerungsfaktor von 1,4 angesetzt, für Vollgummiräder ein Faktor von 2,0. Maßgebend bleiben die tatsächlichen Fahrzeugdaten, die maximale Hublast, die Radaufstandsfläche und der betriebliche Fahrvorgang.

SLW Belastungen

Welche Werte verbergen sich hinter SLW 30 und SLW 60?

SLW steht für Schwerlastwagen. Die historischen Modellfahrzeuge haben drei Achsen mit jeweils zwei Radlasten. Die Zahl bezeichnet die Gesamtlast des Fahrzeugs und nicht die Belastung eines einzelnen Rostes.

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LastmodellGesamtlastLast je AchseNennlast je Rad und AufstandsflächeTabellenansatz mit Faktor 1,4
SLW 30300 kN, rund 30 t100 kN, rund 10 t50 kN, rund 5 t; 200 × 400 mm70 kN je Rad: 50 kN × 1,4
SLW 60600 kN, rund 60 t200 kN, rund 20 t100 kN, rund 10 t; 200 × 600 mm140 kN je Rad: 100 kN × 1,4

Die 200 mm lange Seite der Radaufstandsfläche liegt in Fahrtrichtung; die Breite beträgt 400 beziehungsweise 600 mm. Historischer Achsabstand: 1.500 mm; Abstand der Radlasten einer Achse: 2.000 mm. Die Nennradlast beträgt 50 beziehungsweise 100 kN. Der Faktor 1,4 ist ein zusätzlicher dynamischer Ansatz der hier verwendeten Gitterrost-Belastungstabelle und kein fester Bestandteil der Bezeichnung SLW. Da DIN 1072 zurückgezogen ist, müssen Berechnungsgrundlage, Faktoren und Lastkombinationen projektspezifisch bestätigt werden.

Ausführungen

Befahrbare Schwerlastroste passend zur Anwendung auswählen

Die endgültige Ausführung ergibt sich aus Nutzung, Belastung, Umgebung und konstruktiver Einbausituation.

01

Staplerbefahrbare Roste

Für innerbetriebliche Fahrwege, Produktionsbereiche und Lagerflächen mit definierten Staplerdaten.

02

LKW befahrbare Roste

Für Verkehrsflächen und Abdeckungen mit projektbezogen vorgegebenen Achs und Radlasten.

03

Feuerwehrzufahrten

Für Zufahrten und Flächen, deren Lastannahmen und Sicherheitsanforderungen planerisch festgelegt werden.

04

Befahrbare Rinnenabdeckungen

Offene Abdeckungen für Entwässerung und technische Rinnen mit gesicherter Lagerung.

05

Sonderkonstruktionen

Befahrbare Abdeckungen für Infrastruktur, Anlagenbau und vorhandene historische Einbausituationen.

06

GFK Schwerlastroste

Korrosionsbeständige Sonderlösung für hohe Lasten, sofern Produktdaten und projektspezifischer Nachweis zur Anwendung passen.

Technische Orientierung

Technische Angaben zu Befahrbare Schwerlastroste

Die Werte dienen der ersten Orientierung. Maßgebend sind die konkrete Ausführung, das aktuelle Produktdatenblatt und die projektbezogene technische Prüfung.

Belastung immer projektbezogen prüfen

Abmessung, freie Spannweite, Auflagerung, Lastart und Umgebungsbedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.

RostbauartProjektbezogen ausgelegter Schwerlastgitterrost mit kräftigen Tragstäben
AbmessungenAusschließlich individuelle Maßanfertigung, keine Lager oder Standardgrößen
WerkstoffStahl sowie weitere geeignete Werkstoffe nach Lastfall und Umgebung
Tragstabprogramm StahlBis 60/3 mm für Pressroste, darüber projektbezogene Schwerlastprofile bis 150/5 mm
OberflächeFeuerverzinkt oder projektbezogen festgelegt
MaschenteilungNach Radaufstandsfläche, Durchlässigkeit, Nutzung und Tragfähigkeit
Engmaschige AusführungZum Beispiel 31 × 9 mm, sofern technisch und funktional geeignet
RandeinfassungFlachstahl oder projektbezogene Profile passend zu Rost und Auflagerung
RutschhemmungNach Nutzung, Verschmutzung, Nässe und Gefährdungsbeurteilung festzulegen
BefestigungGegen Verschieben und Abheben, passend zu Rost und Unterkonstruktion
Technische GrundlageProjektbezogene Berechnung unter Berücksichtigung der einschlägigen Regeln
Planung und Anfrage

Diese Angaben benötigen wir für eine zuverlässige Einordnung

  1. 1
    Fahrzeugunterlagen

    Datenblatt, Fahrzeugtyp, Gesamtgewicht, Achslasten, maximale Hublast und Bereifung.

  2. 2
    Maßgebende Radlast

    Höchste Radlast sowie die zugehörige Lastaufstandsfläche eindeutig angeben.

  3. 3
    Fahrbetrieb

    Fahrtrichtung, Spur, Rangieren, Bremsen, Kurvenfahrt und Nutzungshäufigkeit beschreiben.

  4. 4
    Einbaugeometrie

    Fertigmaß, freie Spannweite, Auflagerbreite, Tragstabrichtung und Rahmen bemaßen.

  5. 5
    Umgebung

    Außen oder Innenbereich, Feuchtigkeit, Schmutz, Chemikalien, Temperatur und Rutschgefahr nennen.

  6. 6
    Projektunterlagen

    Zeichnungen, Fotos, Stückzahl, Lieferort und gewünschten Termin ergänzen.

Einsatzbereiche

Typische Anwendungen für Befahrbare Schwerlastroste

Industrie und Produktion

Befahrbare Wartungsöffnungen, Maschinenbereiche und betriebliche Verkehrswege.

Logistik und Lager

Fahrwege für Gabelstapler und schwere innerbetriebliche Transportgeräte.

Entwässerung

Befahrbare Rinnen und Schachtabdeckungen mit hoher Wasserdurchlässigkeit.

Betriebszufahrten

Abdeckungen innerhalb von Werksstraßen und regelmäßig befahrenen Flächen.

Feuerwehrflächen

Projektbezogene Abdeckungen in Zufahrten und Aufstellbereichen.

Infrastruktur

Sonderlösungen für Brücken, Wasserbau, Verkehrsanlagen und technische Bauwerke.

Häufige Fragen

Antworten zu Befahrbare Schwerlastroste

Die wichtigsten Grundlagen für Auswahl, Planung und Anfrage.

Wann ist ein Gitterrost befahrbar?

Ein Gitterrost ist befahrbar, wenn Rost, Rahmen, Auflager, Befestigung und Unterkonstruktion für das konkrete Fahrzeug, die tatsächliche Radlast und die Einbausituation nachgewiesen wurden.

Gibt es befahrbare Schwerlastroste in Standardgrößen?

Nein. Befahrbare Schwerlastroste werden immer auf Maß gefertigt, weil Belastung, Spannweite, Auflagerung, Fahrspur und Rostabmessung projektspezifisch zusammenpassen müssen.

Reicht das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs aus?

Nein. Zusätzlich werden Achslasten, höchste Radlast, Radaufstandsfläche, Lastverteilung und mögliche dynamische Einwirkungen benötigt.

Warum ist die Radaufstandsfläche wichtig?

Eine kleine Kontaktfläche leitet dieselbe Last konzentrierter in den Rost ein. Vollgummireifen, Luftreifen, Zwillingsreifen und Stahlrollen beanspruchen den Rost deshalb unterschiedlich.

Kann ein normaler Gitterrost mit einem Gabelstapler befahren werden?

Nur wenn ein projektbezogener Nachweis dies bestätigt. Die optische Bauhöhe oder eine allgemeine Produktbezeichnung reicht dafür nicht aus.

Warum muss die Fahrtrichtung angegeben werden?

Die Lage der Radspur zu Tragstäben und Auflagern beeinflusst, wie viele Stäbe mitwirken und wie die Last abgetragen wird.

Was sind dynamische Einwirkungen?

Dazu gehören unter anderem Anfahren, Bremsen, Rangieren, Kurvenfahrt und Stoßbelastungen beim Überfahren von Fugen oder Unebenheiten.

Kann ein befahrbarer Schwerlastrost auch begangen werden?

Die Begehbarkeit und mögliche Anforderungen an Maschenweite, Rutschhemmung und Absturzschutz müssen zusätzlich betrachtet werden.

Ist eine Maschenteilung von 31 × 9 mm möglich?

Ja. Eine engmaschige Ausführung kann bei kleineren Rollen, schmaleren Öffnungen oder erhöhtem Durchfallschutz sinnvoll sein. Ihre Eignung muss zum Lastfall passen.

Muss der Rost gegen Verschieben gesichert werden?

Ja. Fahrzeugbewegungen können horizontale Kräfte verursachen. Befestigung und Lagerung müssen Verschieben und Abheben zuverlässig verhindern.

Sind Ausschnitte und Sonderformen möglich?

Ja. Sie müssen vollständig bemaßt und statisch berücksichtigt werden, weil unterbrochene Tragstäbe die Lastabtragung beeinflussen können.

Kann rotec vorhandene historische Abdeckungen ersetzen?

Grundsätzlich ja. Vorhandene Geometrie, Auflager, Belastung und Erscheinungsbild müssen aufgenommen und technisch neu bewertet werden.

Welche Unterlagen benötigt rotec für eine Anfrage?

Benötigt werden Fahrzeugdaten, Radlast, Aufstandsfläche, Fahrbetrieb, Rostmaße, Tragstabrichtung, freie Spannweite, Auflager, Befestigung, Umgebung, Stückzahl und möglichst eine Zeichnung.

Was bedeutet SLW bei einer Gitterrost Ausschreibung?

SLW bedeutet Schwerlastwagen. SLW 30 und SLW 60 bezeichnen historische dreiachsige Lastmodelle mit 300 beziehungsweise 600 kN Gesamtlast. Daraus ergeben sich Nennradlasten von 50 beziehungsweise 100 kN und Radaufstandsflächen von 200 × 400 beziehungsweise 200 × 600 mm.

Bedeutet SLW 60 eine Belastung von 60 Tonnen auf einem Gitterrost?

Nein. Die Zahl beschreibt die Gesamtlast des historischen Fahrzeugmodells. Für den Rost sind die daraus entstehenden Achs und Radlasten, Aufstandsflächen, Fahrspur und die konkrete Auflagerung entscheidend.

Ist ein Schwerlastrost mit der Angabe SLW 60 automatisch ausreichend?

Nein. Die Angabe allein beschreibt weder Rostgröße noch freie Spannweite, Auflager, Radposition, Kontaktfläche, Dynamik oder Befestigung. Deshalb ist ein projektbezogener Nachweis erforderlich.

Was wird benötigt, wenn im Plan nur SLW 30 oder SLW 60 steht?

Benötigt werden die zugrunde gelegte Berechnungsnorm, das maßgebende Lastmodell, Achs und Radlasten, Lastaufstandsflächen, Fahrspur, dynamische Ansätze und die vollständige Einbaugeometrie.

Gibt es Schwerlastroste auch aus GFK?

Ja. GFK Schwerlastroste sind in verschiedenen Bauhöhen und Maschenteilungen erhältlich. Sie können besonders bei Korrosion, elektrischen Anforderungen oder Gewichtsvorgaben sinnvoll sein. Die Tragfähigkeit muss anhand des konkreten GFK Rosttyps und der Einbausituation geprüft werden.

Wo finde ich die Toleranzen für Gitterroste?

Auf unserer Seite „Fertigung und Liefertoleranzen“ finden Sie die zulässigen Abweichungen für Pressroste und Schweißpressroste: Maße, Diagonalen, Ebenheit sowie Stab- und Randabweichungen. Vergrößerbare Zeichnungen und ein gemeinsamer PDF-Download ergänzen die Angaben.

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