Zusätzliche Entwässerungsöffnungen reduzieren Wasseransammlungen auf der Lauffläche
Blechprofilroste für Fußgängerbrücken und Fahrradbrücken
Brückenbeläge müssen bei Regen Halt bieten, Wasser zuverlässig ableiten und sich für Fußgänger sowie Fahrradfahrer angenehm nutzen lassen. Fein profilierte Blechprofilroste verbinden eine rutschhemmende Oberfläche mit geringer Durchsicht und einer weitgehend gleichmäßigen Lauffläche für Fahrräder, Rollkoffer und geeignetes Schuhwerk.
- Zusätzliche Entwässerungsöffnungen lassen Regenwasser durch den Belag abfließen
- Profilierte und projektbezogen bestätigte rutschhemmende Oberfläche
- Geringe Durchsicht kann auf hohen Brücken ein ruhigeres Laufgefühl unterstützen
- Feine Lochgeometrie für Fahrräder, Rollkoffer und geeignete Absatzschuhe
Prägung und Oberfläche werden nach Nutzung, Witterung und erforderlichem Produktnachweis ausgewählt
Ein kleiner freier Querschnitt begrenzt den direkten Blick in die Tiefe und unterscheidet den Belag von offenen Gitterrosten
Feine Lochung, bündige Übergänge und abgestimmte Fugen erleichtern die Nutzung mit Fahrrädern, Rollkoffern und Mobilitätshilfen
In sechs Schritten zum passenden Brückenbelag
Die richtige Ausführung ergibt sich aus Verkehrsart, Geometrie, Belastung, Witterung und gewünschtem Nutzungskomfort.
Planungsschritte anzeigen
Nutzung beschreiben
Fußgänger, Fahrräder, Rollkoffer, Kinderwagen, Absatzschuhe, Rollstühle, Rollatoren und möglicher Wartungsverkehr vollständig erfassen.
Geometrie festlegen
Brückenbreite, Feldgrößen, freie Spannweite, Auflager, Profilrichtung, Fugen und Übergänge bemaßen.
Belastung angeben
Flächenlasten, Einzellasten, mögliche Radlasten und dynamische Einwirkungen projektbezogen benennen.
Oberfläche auswählen
Prägung, Lochgeometrie, Rutschhemmung, freier Querschnitt und gewünschte Durchsicht gemeinsam bestimmen.
Werkstoff abstimmen
Stahl, Edelstahl oder Aluminium passend zu Gewicht, Korrosion, Pflege und architektonischer Wirkung prüfen.
Details planen
Befestigungen, Randbereiche, Stoßfugen, Entwässerung und Anschlüsse ohne störende Höhenversätze ausführen.
Warum eignen sich Blechprofilroste für Fußgänger- und Fahrradbrücken?
Blechprofilroste besitzen eine geprägte Lauffläche. Nach oben gerichtete Profilöffnungen strukturieren den Belag und unterstützen den Halt. Zusätzliche, nach unten gerichtete Entwässerungsöffnungen lassen Regenwasser durch die Fläche abfließen. Dadurch bleibt Niederschlag nicht wie auf einem geschlossenen Belag stehen.
Für Fahrradbrücken ist eine gleichmäßige, fein abgestimmte Lochgeometrie besonders wichtig. Fahrradreifen, Rollkoffer und andere kleine Rollen sollen ruhig über die Fläche geführt werden. Ebenso müssen Stoßfugen, Übergänge und Befestigungen bündig geplant sein. Die Bezeichnung befahrbar bezieht sich hier auf Fahrräder. Eine Befahrbarkeit mit Kraftfahrzeugen darf daraus nicht abgeleitet werden.
Auf hohen Fußgängerbrücken kann der direkte Blick durch einen offenen Gitterrost Unsicherheit auslösen. Blechprofilroste mit geringem freien Querschnitt reduzieren den Blick in die Tiefe deutlich. Das kann ein ruhigeres Laufgefühl unterstützen. Eine pauschale Verhinderung von Schwindel kann jedoch nicht zugesagt werden.
Auch die Begehbarkeit mit Absatzschuhen hängt von der konkreten Öffnungsgeometrie ab. Bei einer fein strukturierten, weitgehend geschlossenen Oberfläche finden kleine Absätze weniger offene Zwischenräume. rotec prüft deshalb Lochung, Fugenbild und Übergänge gemeinsam mit der vorgesehenen Nutzung.
Bei öffentlich zugänglichen Brücken muss die barrierearme beziehungsweise barrierefreie Nutzbarkeit gesondert geplant werden. Öffnungen, Fugen und Übergänge dürfen Mobilitätshilfen nicht behindern. Auch das mögliche Hängenbleiben von Gehstöcken oder Assistenzhundpfoten sowie Rollwiderstand, Rangierfähigkeit und visuelle Kontraste gehören in die Projektprüfung.
Vorteile für Fußgänger und Fahrradfahrer richtig einordnen
Die Vorteile entstehen durch das Zusammenspiel aus Prägung, Lochanteil, Konstruktion und sauber ausgeführten Anschlüssen.
Bei Bedarf seitlich scrollen.
| Merkmal | Praktischer Nutzen | Bei der Planung prüfen |
|---|---|---|
| Entwässerungsöffnungen | Regenwasser kann durch den Belag abfließen | Lochanteil, Profilrichtung, Gefälle und Abfluss unterhalb der Fläche |
| Profilierte Oberfläche | Verbesserter Halt bei Nässe und Witterung | Bestätigte Rutschhemmung der konkreten Ausführung |
| Geringer freier Querschnitt | Weniger direkter Blick in die Tiefe als bei offenen Gitterrosten | Gewünschte Blickdichte, Entwässerung, Wind und Lichtdurchlass |
| Feine Lochgeometrie | Angenehmere Nutzung mit Fahrrädern, Rollkoffern und geeignetem Schuhwerk | Öffnungsgrößen, Reifenbreite, Rollen, Absatzformen und Fugen |
| Nutzbarkeit mit Mobilitätshilfen | Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen können bei geeigneter Oberfläche sicherer geführt werden | Rollwiderstand, Rangierfähigkeit, Öffnungen, Fugen, Quergefälle und Übergänge |
| Geringes Eigengewicht | Vorteilhaft für Brückenkonstruktion, Transport und Montage | Werkstoff, Rosthöhe, Spannweite, Lasten und Befestigung |
| Maßgefertigte Felder | Geordnetes Fugenbild und Anpassung an die Brückengeometrie | Unterkonstruktion, Montagefolge, Austauschbarkeit und Randanschlüsse |
Die Tabelle dient der Vorauswahl. Maßgebend sind das aktuelle Datenblatt, der Nachweis der konkreten Profilprägung und die technische Prüfung der vollständigen Brückenkonstruktion.
Fußgänger- und Fahrradbrücken passend zur Anwendung auswählen
Die endgültige Ausführung ergibt sich aus Nutzung, Belastung, Umgebung und konstruktiver Einbausituation.
Blechprofilroste
Profilierte, entwässernde Beläge in unterschiedlichen Prägungen, Werkstoffen und Bauhöhen.
Sicherheitsroste und Stufen
Stark rutschhemmende Ausführungen für Laufwege, Podeste und Treppen mit besonderer Gefährdung.
rotec Katalog für Brückenbeläge
Vierseitige Übersicht zu Vorteilen, Planung und Anwendungsbeispielen für Fußgänger- und Fahrradbrücken.
Technische Angaben zu Fußgänger- und Fahrradbrücken
Die Werte dienen der ersten Orientierung. Maßgebend sind die konkrete Ausführung, das aktuelle Produktdatenblatt und die projektbezogene technische Prüfung.
Die Eignung für Fahrräder wird anhand von Lochung, Fugen, Übergängen und Lasten geprüft. Pkw oder andere Fahrzeuge benötigen einen eigenen Belastungsnachweis.
| Typische Nutzung | Fußgänger, Fahrräder, Rollkoffer, Kinderwagen und projektbezogener Wartungsverkehr |
|---|---|
| Belag | Blechprofilrost mit projektbezogen ausgewählter Lochprägung |
| Werkstoffe | Stahl, Edelstahl oder Aluminium je nach bestätigter Produktausführung |
| Oberfläche | Feuerverzinkt, Edelstahloberfläche, Aluminiumoberfläche oder projektbezogene Beschichtung |
| Rutschhemmung | Nach Anforderung und Nachweis der konkret angebotenen Ausführung |
| Entwässerung | Über Profilöffnungen und zusätzliche Entwässerungsöffnungen, abhängig von Lochgeometrie und Einbau |
| Durchsicht | Vom freien Querschnitt der gewählten Prägung abhängig; geringe Werte ermöglichen weitgehend blickdichte Flächen |
| Belastungsnachweis | Nach Lastart, freier Spannweite, Profilrichtung, Rosthöhe, Auflagerung und Befestigung |
| Fahrradnutzung | Lochung, Fugen, Übergänge, Reifenbreiten und dynamische Einwirkungen gemeinsam prüfen |
| Barrierefreie Nutzbarkeit | Öffnungen, Rollwiderstand, Rangierflächen, Quergefälle, Kontraste und mögliche Fangstellen projektbezogen prüfen |
| Kraftfahrzeuge | Nicht aus der Fahrradnutzung ableiten; nur nach gesondertem projektbezogenem Nachweis |
Diese Angaben benötigen wir für eine zuverlässige Einordnung
- 1Projekt und Verkehrsart
Einbauort, Neubau oder Sanierung, Fußgänger, Fahrräder, Mobilitätshilfen und weitere Nutzergruppen
- 2Abmessungen
Gesamtlänge, nutzbare Breite, Feldgrößen, freie Spannweiten und Auflagerbreiten
- 3Belastungen
Flächenlasten, Einzellasten, Radlasten, Kontaktflächen und dynamische Beanspruchungen
- 4Oberflächenanforderung
Rutschhemmung, Lochgeometrie, freier Querschnitt, Blickdichte und gewünschte Farbe
- 5Werkstoff und Schutz
Stahl, Edelstahl oder Aluminium sowie Korrosionsschutz und Umgebungsbedingungen
- 6Anschlüsse
Stoßfugen, Übergänge, Randprofile, Befestigung, Höhenlage und Entwässerung
Befestigung von Blechprofilrosten planen - 7Unterlagen
Grundriss, Schnitte, Unterkonstruktion, Lastvorgaben, Stückzahl und gewünschter Termin
Typische Anwendungen für Fußgänger- und Fahrradbrücken
Städtische Fußgängerbrücken
Weitgehend blickdichte und entwässernde Verkehrsflächen für stark frequentierte Wege
Fahrradbrücken
Fein strukturierte Beläge für Fahrräder und gemeinsam genutzte Fuß- und Radwege
Brückensanierungen
Ersatz alter Holz- oder Metallbeläge mit projektbezogen angepassten Rostfeldern
Bahnhofs- und Verkehrsumfelder
Rollfreundliche Flächen für Reisende mit Koffern und wechselnde Nutzergruppen
Hoch gelegene Übergänge
Beläge mit geringer Durchsicht zur Reduzierung des direkten Blicks in die Tiefe
Barrierearm geplante Verkehrswege
Feine Öffnungen und bündige Anschlüsse für Rollstühle, Rollatoren, Gehstöcke und weitere Mobilitätshilfen
Treppen und Podeste
Ergänzende rutschhemmende Flächen und Stufen passend zum Gesamtkonzept
Antworten zu Fußgänger- und Fahrradbrücken
Die wichtigsten Grundlagen für Auswahl, Planung und Anfrage.
Warum sind Blechprofilroste für Fußgängerbrücken geeignet?
Sie verbinden eine profilierte Lauffläche mit Entwässerungsöffnungen und lassen sich nach Rutschhemmung, Durchsicht, Belastung und Gestaltung projektbezogen auswählen.
Können Fahrräder über Blechprofilroste fahren?
Ja, wenn Lochgeometrie, Fugen, Übergänge, Belastbarkeit und Oberflächenprofil für Fahrradreifen und die vorgesehene Nutzung geprüft wurden. Daraus folgt keine Befahrbarkeit mit Kraftfahrzeugen.
Wie kann Regenwasser abfließen?
Zusätzliche Entwässerungsöffnungen führen Wasser durch den Belag. Gefälle, Profilrichtung und die Entwässerung unterhalb der Rostfläche müssen in der Gesamtplanung berücksichtigt werden.
Sind die Brückenbeläge rutschhemmend?
Die profilierte Oberfläche ist rutschhemmend. Die erforderliche Rutschhemmung und der zugehörige Nachweis müssen jedoch zur konkret angebotenen Prägung und Nutzung passen.
Was ist der Vorteil der geringen Durchsicht?
Ein geringer freier Querschnitt reduziert den direkten Blick in die Tiefe. Das kann auf hohen Brücken Unsicherheit und ein unruhiges Laufgefühl verringern. Offene Gitterroste bieten diesen Sichtschutz in der Regel nicht.
Was ist bei barrierefreien Brückenwegen zu beachten?
Öffnungsgrößen, Fugen, Übergänge, Rollwiderstand, Rangierfähigkeit, Quergefälle und visuelle Kontraste müssen zur konkreten Nutzergruppe passen. Gehstöcke, Rollatoren, Rollstühle und Assistenzhundpfoten dürfen nicht an Öffnungen oder Anschlüssen hängen bleiben. Die geltenden Anforderungen werden für das jeweilige öffentliche Bauvorhaben geprüft.
Verhindert ein blickdichter Belag Schwindel?
Eine geringere Durchsicht kann das Sicherheitsgefühl unterstützen, verhindert Schwindel aber nicht nachweisbar in jedem Fall. Deshalb wird keine medizinische Wirkung zugesagt.
Sind die Roste mit Stöckelschuhen begehbar?
Das hängt von Öffnungsgröße, Lochgeometrie, Fugen und Übergängen ab. Für entsprechende Verkehrsbereiche wird eine fein strukturierte, weitgehend geschlossene Ausführung geprüft.
Können Koffer über den Belag rollen?
Bei feiner Lochung sowie bündigen Fugen und Übergängen lassen sich Rollkoffer gut über die Fläche führen. Rollengröße und konkrete Einbausituation gehören zur Auswahl.
Welche Werkstoffe kommen infrage?
Je nach Gewicht, Korrosion, Gestaltung und technischer Ausführung kommen Stahl, Edelstahl oder Aluminium infrage.
Welche Angaben benötigt rotec für ein Angebot?
Benötigt werden Pläne, Abmessungen, freie Spannweiten, Auflagerung, Lasten, Verkehrsarten, Anforderungen an Barrierefreiheit, Rutschhemmung, gewünschte Durchsicht, Werkstoff, Oberfläche, Befestigung und Stückzahl.
Wo finde ich die Toleranzen für Gitterroste?
Auf unserer Seite „Fertigung und Liefertoleranzen“ finden Sie die zulässigen Abweichungen für Pressroste und Schweißpressroste: Maße, Diagonalen, Ebenheit sowie Stab- und Randabweichungen. Vergrößerbare Zeichnungen und ein gemeinsamer PDF-Download ergänzen die Angaben.
Ihre Ansprechpartner für Gitterroste
Gitterroste
Astrid Püschel
Telefon030 789039-15E-Maila.pueschel@rotec-berlin.deGitterroste
Marcello Canu
Telefon030 789039-47E-Mailm.canu@rotec-berlin.deBenötigen Sie Fußgänger- und Fahrradbrücken für Ihr Projekt?
Übermitteln Sie Brückenpläne, Nutzung, Belastung und gewünschte Oberflächenwirkung. rotec unterstützt bei der technischen Einordnung des passenden Blechprofilrostes.
